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Ursula Krechel (Berlin)

URSULA KRECHEL kommt aus Trier, wo sie 1947 geboren wurde. Sie ist promovierte Theaterwissenschaftlerin, Germanistin, Kunsthistorikerin, war als Dramaturgin tätig, hat mit jugendlichen Untersuchungshäftlingen an Theaterprojekten gearbeitet, lebt seit Anfang der siebziger Jahre als freie Schriftstellerin und zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen der deutschen Gegenwartslyrik. Seit ihrem 1977 erschienenen ersten Gedichtband Nach Mainz! hat sie insgesamt zwölf Lyrikbände veröffentlicht, darunter die beiden Langgedichte Stimmen aus dem harten Kern (2005) und Mittelwärts (2006) sowie 2010 den Band Jäh erhellte Dunkelheit. Als Lyrikerin und Verfasserin von Theaterstücken, Hörspielen, Radiofeatures, Erzählungen und zahlreichen Essays hatte sie sich längst einen Namen gemacht, war im In- und Ausland mit vielen Stipendien und Preisen ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt worden, als 2008 im Salzburger Verlag Jung und Jung ihr viel beachteter Roman Shanghai fern von wo herauskam.

Darüber hinaus arbeitet Ursula Krechel als Herausgeberin und Übersetzerin. Seit den achtziger Jahren ist sie auch immer wieder in der Lehre tätig; sie war Gastprofessorin an der Warwick University/England, hielt 1989/90 in Wien Poetik-Vorlesungen, die in den Band Mit dem Körper des Vaters spielen eingingen, war 1991 writer-in-residence an der Washington-University St. Louis/USA und 1993/94 poet-in-residenc an der Universität Essen, 1997/98 und 1999 hatte sie Gastprofessuren am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig, leitete 1998-2001 die Werkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin, hielt sich 2002 als Escriptora convidada in Barcelona und im Sommersemester 2007 als Research Fellow an der Washington University St. Louis/USA auf. Seit 2009 hat sie erneut die Leitung der Werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums übernommen.

Ursula Krechel erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, so z. B. 1994 den Internationaler Eifel-Literatur-Preis und den Martha-Saalfeld-Förderpreis,1997 den Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis, 2006 das Stipendium der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung, 2008 den Rheingau-Preis und 2009 den Jeanette Schocken Preis, den d.lit. Preis der Stadt Düsseldorf, den Joseph-Breitbach-Preis und den Deutschen Kritikerpreis sowie für ihr Gesamtwerk den Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz.

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Steffi Böttger spricht über Hans Natonek

Steffi Böttger kommt aus Leipzig und ist nicht nur als freie Schauspielerin und Sprecherin tätig, die im Tonstudio der Deutschen Zentralbibliothek zu Leipzig über 150 Hörbücher aufgesprochen und Lesungen mit zahlreichen international bekannten Autoren gehalten hat, sondern sie ist überdies Theaterautorin, Publizistin und hat ...
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Donnerstag, 22.01.2015 > 20 Uhr

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Foto: Matthes&Seitz

Einige unserer Autoren sind oder waren Stipendiaten im Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums Deutschland. Texte von ihnen finden Sie in dem Band

Fremde Heimat. Texte aus dem Exil

Hrsg. von Christa Schuenke und Brigitte Struzyk
Matthes & Seitz Berlin 2013
Preis: € 24,90 (D)

Die Veranstaltungen des SALON EXIL
finden in der Regel sechs Mal jährlich
im Lichtburgforum statt.

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