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28.02.2014 20 Uhr Lichtburgforum


Maik Hamburger – Übersetzer, Theatermann, Publizist (Berlin)

in Lesung und Gespräch

Maik Hamburger wurde 1931 in Shanghai geboren, wo sein Vater eine Stelle als Architekt gefunden hatte. Man lebte aus freier Entscheidung in der Fremde – nicht im Exil. Das kam später, als die Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Rückkehr der Eltern – beide stammten aus renommierten und assimilierten jüdischen Bürgerhäusern – unmöglich machte. So verbrachte Maik Hamburger nach der Trennung seiner Eltern und nachdem seine Mutter mit ihm zusammen Shanghai verlassen hatte, seine Kindheit und Jugend nacheinander in Polen, der Schweiz und Großbritannien und folgte 1951 seiner zwei Jahre zuvor in die gerade gegründete DDR zurückgekehrten Mutter, um zunächst in Leipzig Physik zu studieren und dann doch einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Er wurde Dramaturg, Regisseur und Übersetzer, und er arbeitet bis heute als Publizist und Herausgeber. Als solcher hält er etwa die Erinnerung an den Regisseur Adolf Dresen lebendig, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband, und erst kürzlich erschien im Siedler Verlag der von Maik Hamburger herausgegebene Bericht seines Vaters Rudolf Hamburger über dessen zehnjährige Haftzeit im GULAG. Darüber hinaus ist Maik Hamburger mit Publikationen zu William Shakespeare und zum Umgang mit dessen Werk auf deutschen Bühnen in Erscheinung getreten und hat eine Vielzahl von Theaterstücken, in erster Linie von Shakespeare, aber auch von anderen Dramatikern, ins Deutsche übersetzt. Exilant, nicht von Geburt zwar, aber doch gewissermaßen von klein auf, schaut Hamburger mit anderen Augen auf die Welt, das Land, die Zustände, mit einem Blick, der sich von dem vieler Zeitgenossen unterscheidet und den er in seiner Arbeit produktiv gemacht hat. Darüber, über seine eigene Geschichte und die seiner Familie sowie über seine Arbeit auf verschiedenen Feldern redet er im Gespräch mit Christa Schuenke.

Moderation: CHRISTA SCHUENKE
literarische Übersetzerin,
ehemals Vizepräsidentin und
Writers-in-Exile-Beauftragte des
PEN-Zentrums Deutschland


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Steffi Böttger spricht über Hans Natonek

Steffi Böttger kommt aus Leipzig und ist nicht nur als freie Schauspielerin und Sprecherin tätig, die im Tonstudio der Deutschen Zentralbibliothek zu Leipzig über 150 Hörbücher aufgesprochen und Lesungen mit zahlreichen international bekannten Autoren gehalten hat, sondern sie ist überdies Theaterautorin, Publizistin und hat ...
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Donnerstag, 22.01.2015 > 20 Uhr

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Foto: Matthes&Seitz

Einige unserer Autoren sind oder waren Stipendiaten im Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums Deutschland. Texte von ihnen finden Sie in dem Band

Fremde Heimat. Texte aus dem Exil

Hrsg. von Christa Schuenke und Brigitte Struzyk
Matthes & Seitz Berlin 2013
Preis: € 24,90 (D)

Die Veranstaltungen des SALON EXIL
finden in der Regel sechs Mal jährlich
im Lichtburgforum statt.

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